idiophonic clutter: siemers, sturclub and trouth

electricity comes from other planets

distinktionsgewinn: weniger in deutschland kaufen

leave a comment »

das wort “betriebswirtschaft” definiert im bestandteil “betrieb-” bereits den tellerrand, über den hinauszusehen sich die meisten betriebe nicht ansatzweise vorstellen können. doch immerhin manchmal steht die beförderung kulturellen mehrwertes noch vor dem streben nach gewinnmaximierung (oft genug leider der eingeschränkten kaufkraft der eher obskuren interessen anhängenden kundschaft geschuldet), so dass ich immerhin bereit bin, einige der zumindest nach selbstbestimmter unabhängigkeit strebende unternehmungen im deutschsprachigen raum zu unterstützen. angemerkt muss aber selbstverständlich sein, dass viele der täglich benötigten güter und produkte nur umständlich und unökonomisch/-logisch “von weiter her” zu besorgen wären: der gang zum bio-supermarkt, zu lidl oder zu dm wird immer wieder unvermeidlich sein, und oft genug wird der subjektive zeitgewinn ein höher zu schätzendes gut sein als auch hoch zu schützende güter wie der faire handel oder der nachhaltige umgang mit rohstoffen. nun gut: der moderne mensch in seiner geworfenheit definiert sich in widersprüchen. doch dieser deren (im gegensatz zu “dieser unserer”) volkswirtschaft versuche ich mehr und mehr von meinem geld zu entziehen. das wortbestandteil “volk” lässt mich sofort unkontrolliert mehr kotzen als ich je essen könnte, und ganz besonders in verbindung mit “deutsch” flüchte ich panisch in die innere emigration. der halbe duden ist vergiftet (dazu kommt noch was ausführlicheres) und die meisten dieser worte möchte ich mir nicht einmal durch umwertung wieder zurück erobern oder gar zu gemüte führen; ich fühle mich intellektuell unterfordert und emotional traumatisiert. conclusio: ich kaufe meine cds nur noch in begründeten notfällen bei wom oder amazon.de (obwohl diese und ähnliche natürlich supranational profit maximierende unternehmungen sind und somit zumindest kein interesse an kleingeistigen nationalistischen überlegungen haben: doch natürlich ist der ekelfaktor der profitmaximierung noch höher zu bewerten); lieber kaufe ich direkt beim erzeuger freilaufender klänge in schweden, brasilien oder den usa. der distinktionsgewinn des unmittelbaren kontaktes überwiegt die jeweils anfallenden portokosten bei weitem. 

 

Advertisements

Written by siemers

January 31, 2006 at 2:14 pm

Posted in fnord

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s