idiophonic clutter: siemers, sturclub and trouth


die “the ramones”

Posted in der verrückte fischhändler, non servio, punk, sturclub, transition by siemers on the November 2, 2007
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sind zu schnell für dich.

KLÄNG! is back again: copyleft, non-profit, free music: all tracks and more online again: KLÄNG!

von 1999 bis 2001 habe ich viel zeit, energie und geld in das konzept von KLÄNG! investiert: eine cd-serie, die ungewöhnliche musik aus allen welten nicht-hierarchisch und a-chronologisch ohne zensur und ohne copyrights veröffentlicht und die von den beiträgen und durch die graswurzeldistribution der beteiligten künstler lebt. ein hübsches konzept, das nach der dritten edition scheiterte.

KLÄNG! was conceived as an ongoing series of cd compilations to present rarely heard sounds from all over the world and of all times. every body was invited to contribute whatever original and copylefted sound sHe wanted to hear: no limitations, no censorship, no copyrights. a free copy of KLÄNG! went out to every contributor, but all artists were asked to buy additional copies at prime cost to cover the expenses or to exchange copies of their own products with KLÄNG! in return. the idea was to have a free association of distributors and artists: the idea was to have exclusive, interesting music and sound and vision on an inexpensive medium: the aim of every new edition was to earn enough money to cover the cost for the following edition and to give away the rest of the print run in exchange for any thing or for free. – not a bad idea at all, but unfortunately the concept failed and the third edition was the last one.

weit über hundert stücke wurden damals auf den drei cds veröffentlicht und material für mindestens noch zwei cds trudelte nach und nach bei mir ein und blieb liegen, verstaubte oder deterritorialisierte im schwarzen loch meines archivs. manches ist zwar in meinen podcasts kraut mask replica und wunschmaschinenklang zu finden, doch die grundlegende gesamtschau mit allfälligen ergänzungen fehlte bisher. in meinem neuen weblog spurensicherung wird diesem mangel ein potlatchendes ende bereitet: alle 110 tracks der drei KLÄNG!-cds stehen copyleft zum download bereit; nach und nach folgen scans der cover, frisch recherchierte links zu den beteiligten künstlerinnen und künstlern und natürlich massen von klangereignissen, die damals nicht veröffentlicht werden konnten.

more than 100 artists had their tracks released on KLÄNG at that time, about 50 more sent in their sonic devices but were only stuffed into the black holes of my hard drive. now i decided to potlatch all tracks online in my weblog spurensicherung (= securing of evidences): 110 tracks from the original releases, artwork, accompanying information and links to most artists and a growing number of tracks that were never released before.

find exclusive and copyleft tracks from these and more: jliat, wobbly, D-503, artificial memory trace, schrecklein, ralf wehowsky, anya lewin, albrecht/d., joshua nash, mikroben krieg, takanobu hoshino, stellatus, cock esp, modus, xtine burrough, speech.fake, mortmain(), lieutenant murnau, -outher acific+, andrea duwa, winston o´boogie memorial church, autofick, vok, günter schroth, suspicion breeds confidence, elena rauschenbach, brindle spork, stoned angelina, TôLE-ACHE, aeki, marc sloan, pix and (yes!) more.

spurensicherung KLÄNG! (here we go!)

listen here to the guy who invented fire:

and to the brooklyn telephone theater:

and to phonk:

and to autovan:

wunschmaschinenklang

mein neuer podcast wunschmaschinenklang sendet natürliche, künstliche und künstlerische klangereignisse, die nie länger als 59 sekunden dauern. im begleitenden blog werden grundlegende daten (wer, wann, wo) und einige weiterführende assoziationen veröffentlicht.

es ist natürlich manchmal unbefriedigend, ein stück von vielleicht nur acht sekunden länge isoliert anzuhören: schwupp! ist es vorbei und der kurze klang bleibt unklar. deshalb die empfehlung, möglichst viele der kurzen tracks auf dem rechner, dem mp3-player oder einer cd zu speichern, vielleicht noch mit eigenen kurzen stückchen zu mischen und dann mit random/shuffle und repeat anzuhören. die zufälligen reihenfolgen lassen grinsend neue zusammenhänge entstehen: spannend, verwirrend, witzig.

gesendet wurden bereits oder werden bald zum beispiel nurse with wound, peter brötzmann, grillengezirpe, kante, sturclub, johann sebastian bach, john lennon, godzilla, kindergartenkinder, aphex twin, kurt schwitters, kirchturmglocken und vieles mehr.

und jede(r) ist zur teilnahme herzlich eingeladen. sendet dem gesamtkonzept entsprechende kurze klangdateien (mp3, 160kbps, stereo, maximal 59 sekunden) mit sachlichen oder poetischen erläuterungen an siemers@myway.com; das meiste wird tatsächlich gesendet, ein link zu eurem podcast oder zu eurem blog oder zu eurer website ist selbstverständlich.

krieg der unterschicht

Posted in der verrückte fischhändler, distinktionsgewinn, leitkultur, punk, transition by siemers on the February 9, 2007

krieg den hütten und krieg den palästen!

aufrechte altlinke kommen hier ins schleudern, weil sie doch früher “friede den hütten” gebrüllt haben. doch mal im ernst: sollen wir die gammeligen hütten stehen lassen?

doch solange es sie noch gibt bin ich unten mit der unterschicht: und ich spreche hier ausnahmsweise mal von “wir” oder “uns”: eine weitgefaserte sammlung der objekte und opfer der nicht nur paranoid wahrnehmbaren verschwörung der den menschen feindlichen kräfte (“sie” nähern sich der unsterblichkeit; “sie” konzentrieren die macht; “sie” wollen “uns” dumm, krank und kostengünstig ausgesaugt sterben lassen). früher nannten sie uns gammler, lumpenproletariat, abschaum oder untermenschen: heute wollen sie uns einreden, dass der begriff der “unterschicht” ein geläufiger, wertneutraler soziologischer terminus sei. unterschlagen wird dabei natürlich, dass es die herrschende soziologie, die soziologie der herrschenden ist, die die begriffe prägt. und die tumben RTLisierten massen saugen den abschaum wie nektar. doch denken wir einfach anders herum: solange wir “oben” als gut und “unten” als schlecht noch begreifen, solange sind “wir” oben und unter uns ist die hölle der leitenden reichen.

seht euch vor. die unterschicht spielt counter strike und age of empires: und ihr steht auf der falschen seite. seht euch vor. hier kommt die hymne dieser meiner unterschicht: die blizzards aus stade hatten 1966 eine eindringliche vision vom besseren leben: ihrer selbst bewusste individuen, die ohne gottespest ein lob der faulheit singen: keine reue, keine angst: io pan! – und jetzt kommt musik:

|>> the blizzards – hab keine lust heut aufzustehn

sturclub: ein blick und gut zu hören

Posted in distinktionsgewinn, punk, sturclub by siemers on the April 5, 2006

sturclub: wir proben in verschwörerischer halböffentlichkeit und dein instrument ist herzlich willkommen.

Posted in distinktionsgewinn, gott, non servio, nurse with wound, punk, sturclub by siemers on the March 28, 2006

die salon-avantgardisten der stuttgarter band sturclub treffen sich etwa alle vierzehn tage im (tatsächlich!) wohnzimmer und spielen gemütlich in unerforschten klanguniversen: mal ohne instrumente, meist ohne laptop, oft ohne bewusstsein. das trio dufour / siemers / voran darf ruhig durch gäste gestört werden: damen und herren im etwas gesetzteren alter, denen john cage, die new york dolls und amon düül ("amon düül" habe ich gesagt!!, nicht: "amon düül 2"!!!) nicht allzu fremd sind, sollten bitte unter der e-mail sturclub@sturclub.de ihre mögliche anwesenheit mit instrument und six-pack avisieren. thank you for your patience.

tauschen wir das betroffensein.
tauschen wir es mit besoffensein
ein.

gift.economy

Posted in distinktionsgewinn, non servio, punk, transition by siemers on the March 23, 2006

den überfluss teilen. bedingungslos. ohne eine gegenleistung zu erwarten oder vorauszusetzen.

wie so viele andere auch, die sich länger als ein halbes stündchen im netz herumtreiben, schätze ich die möglichkeiten von del.icio.us, arbeite mich langsam in flickr ein und suche nicht mehr nur mit google. die web2.0-version ist offensichtlich das, was ich vor sieben jahren tastend mir erträumt hatte und was mir in den letzten sechs jahren durch zuviel fremdmoderation und kommerzielle langeweile zuwider war.

denn alle lust will ewigkeit: will tiefe, tiefe ewigkeit.

gruss an non toxique lost, pogoradio, ayler records.

funny: i found myself on “discogs”

Posted in distinktionsgewinn, european free improvisation, free jazz, nurse with wound, punk, sturclub by siemers on the February 20, 2006

“discogs” is a user-built database of music information. imagine a site with discographies of all labels, all artists, all cross-referenced. It’s getting closer every day. you can help build “discogs” by submitting information about missing releases, artists, and labels.

and here is some siemers i found…

discogs

yes sir, all of you fascists bound to lose:

Posted in non servio, punk, sturclub by siemers on the February 17, 2006

 

All of you fascists bound to lose:
I said, all of you fascists bound to lose:
Yes sir, all of you fascists bound to lose:
You’re bound to lose! You fascists:
Bound to lose!

no future! (featuring john lydon aka johnny rotten: und: glücklichen todestag, syd vicious…)

Posted in punk, transition by siemers on the February 6, 2006

warum ich ausgerechnet heute, hunderte von jahren nach dem urknall after punk broke in, mich bemüssigt sehe, einige assoziative ergebnisse synaptischer kurzschlüsse dem thema beizutragen: keine ahnung. geht aber ganz schnell. mich nervt eigentlich nur, dass “no future!” immer wieder falsch verstanden benutzt wird: danach könnt ihr weitermachen.

die nachgeborenen “panx” (auch so 1 blöder ausdruck: da rege ich mich ein andermal drüber auf…) der 16. bis 37. generation nach 1976 glauben bis heute, sie selber hätten keine zukunft (i.e.: “no future”); das ist natürlich quatsch. “no future!” hat sich nie auf die persönlichen lebensumstände oder gar auf die endlichkeit der eigenen existenz bezogen (themen übrigens, die johnny rotten natürlich anderenortes durchaus beackert und erfurcht hat), sondern nur auf die zukunft des herrschenden systems: “there is no future in england´s dreaming”.

leider war auch diese hoffnung hinfällig: das herrschende system überlebte und steckte john lydon ins dschungelcamp. nun gut. seine musik ist trotzdem klasse.