idiophonic clutter: siemers, sturclub and trouth


menschen und würmer: mehr ähnlichkeiten als gedacht

Posted in doofe witze, leitkultur, noch bessere taz by siemers on the February 27, 2006

und wieder haben amerikanische wissenschaftler eine sensationelle entdeckung gemacht. der gleiche mechanismus, der bei menschen übelkeit auslöst, funktioniert auch bei würmern. das berichtet das würmer-magazin geo in seiner märz-ausgabe. dabei wird offenbar ein uralter, biochemischer reflex ausgelöst, wie er auch bei höheren lebewesen anzutreffen ist. die us-forscher cornelia bargmann, hang lu und yung zhang haben in einer aufwendigen versuchsanordnung herausgefunden, dass die meisten würmer in einen schockzustand geraten oder gar sterben, wenn sie zum ersten mal ohne vorwarnung mit beispielsweise gekochtem kohlrabi, thomas hermanns, karrotten-jeans, fußpilz, roberto blanco, tokio hotel, flokati-moonboots oder hartmut engler konfrontiert werden. bei einem erneuten zusammentreffen mit diesen unangenehmen reizen schüttet das nervensystem der überlebenden würmer enorme mengen des neurotransmitters serotonin aus und sie wenden sich schnell ab. beim menschen führt ein ähnlicher prozess in den darmnerven zu massiver übelkeit.

taz wahrheit vom 22.2.2006

(und wie bereits weiter unten gesagt: die “wahrheit” in der taz wird ebenso wie “tagesschau verboten” natürlich nicht kritisiert oder gar korrigiert: doch vorbehaltlos klauen geht in ordnung…)   

 

gummibärchen töten kälbchen und ferkelchen

Posted in leitkultur, noch bessere taz by siemers on the February 27, 2006

Zum Beispiel Haribo: Foodwatch fragte nach Handelsbeziehungen zum Gelantinehersteller Reinert. Dieser hatte umdeklarierte Schlachtabfälle als Rohstoffe zur Gelantineherstellung verwendet. Wie lecker also sind die Goldbären? Antwort von Haribo: Reinert habe eidesstattlich versichert, dass die Gelatine für Haribo keine Schlachtabfälle enthält.

“Wollen wir uns auf eidesstattliche Erklärungen verlassen?”, fragt Bode. Besser sei doch eine Offenlegung der Lieferbeziehungen, “wie sie in Ländern von Dänemark bis Ungarn gang und gäbe ist”. Wenn sich Lieferanten dort etwas zuschulden kommen lassen, haben sie es fortan schwer auf dem Markt.

www.ess-wissen.de

taz vom 23.2.2006

ein hauch von zivilisation streifte die usa: the gentle touch of civilisation…

Posted in noch bessere taz, non servio, transition by siemers on the February 27, 2006

Der Staat tut sich schwer beim Töten

Weil zwei Anästhesisten ihre Teilnahme verweigerten, wurde eine Hinrichtung in Kalifornien verschoben  

Zwei Stunden vor der geplanten Hinrichtung eines Todeskandidaten im kalifornischen St. Quentin ist die Exekution am Dienstagabend auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Wann, ob und wie der 46-jährige Michael Morales doch noch vom Staat getötet werden soll, ist derzeit völlig unklar. Die Gründe für den Aufschub sind im US-amerikanischen Todesstrafensystem einzigartig. Morales’ Anwälte – darunter Kenneth W. Starr, der 1998 als Sonderermittler der Clinton/Lewinsky-Affäre Schlagzeilen gemacht hatte – hatten erfolgreich argumentiert, die Hinrichtung durch die Giftspritze sei “grausam” und verstoße somit gegen die US-Verfassung. In der vergangenen Woche hatte ein Bezirksrichter daraufhin angeordnet, die Hinrichtung müsse unter Anwesenheit zweier Anästhesisten stattfinden, die sicherstellen sollten, dass Morales keine unnötigen Schmerzen erleide und das tödliche Gift ordnungsgemäß gespritzt würde. Die Hinrichtung sollte am Dienstag um 0.01 Uhr Ortszeit stattfinden. Als aber kurz zuvor die beiden ausgewählten Anästhesisten, deren Namen nicht öffentlich bekannt wurden, ihre Teilnahme wegen ethischer Bedenken absagten und sich beim besten Willen kein Ersatz finden ließ, schlug der Staat ein anderes Verfahren vor: Morales sollte mit einer extra starken Dosis Natriumpentothal hingerichtet werden: Das Barbiturat würde ihn erst bewusstlos machen und dann binnen 45 Minuten umbringen. Die Hinrichtung sollte nun um 19.30 Uhr stattfinden.Doch damit gab sich der Richter nicht zufrieden: Er ordnete an, dass die Droge von einem Arzt direkt in die Venen gespritzt werden sollte, statt wie bislang vom Justizpersonal durch Schläuche von außerhalb der Hinrichtungskammer. Der Arzt, der Morales die tödliche Spritze verabreichen sollte, dürfe “geeignete Kleidung tragen, um seine Anonymität zu wahren”.

Davon wollten die Behörden wiederum nichts wissen und drängten stattdessen darauf, Morales genauso umzubringen wie elf Menschen vor ihm: Durch die Schläuche wird zunächst Natriumpentothal gespritzt, um den Gefangenen bewusstlos zu machen, dann zwei andere Drogen, die seine Muskeln lähmen und sein Herz stoppen. Ob der Staat so verfahren darf, soll nun aber erst nach einer Anhörung entschieden werden, die voraussichtlich im Mai stattfindet.

Morales war 1983 zum Tode verurteilt worden, weil er zwei Jahre zuvor, als knapp 21-Jähriger, eine 17-jährige Frau erst halb totgeschlagen, dann vergewaltigt und schließlich mit zahlreichen Messerstichen ermordet haben soll.

Unter den Ärzteorganisationen der USA ist nun eine Debatte darüber entbrannt, ob die Beteiligung von Ärzten an Hinrichtungen überhaupt mit dem hippokratischen Eid zu vereinbaren ist.

taz vom 23.2.2006

der ein und/oder der andere

Posted in noch bessere taz by siemers on the February 10, 2006

EINE ÜBLE KRANKHEIT !!!!! der “ein” oder der andere. zuletzt nachweisbar bei stefan kuzmany aber nervig immer wieder; in vielen, vielen texten: es heisst, verdammmt nochmal, der “eine oder der andere”: oder wenn man es hochgemuth braucht; den DENKENDEN leser mitdenkend: “der ein- oder der andere”; alles andere ist schlampig…..

heitere arroganz / taz vom 06.02.2006

Posted in noch bessere taz by siemers on the February 7, 2006

“heitere arroganz” – so ist ein artikel in der taz vom 06.02.2006 überschrieben; und nichts könnte zutreffender sein. der artikel handelt von der suche irgendeiner akademie der künste nach einem neuen chef und dem ganzen pipapo drumherum: doch das thema sei hier gar nicht näher betrachtet. die “heitere arroganz” in der überschrift ist so wunderbar treffend und impliziert so beredt den wahn der berliner sie seien der dreh- & mittelpunkt der welt: nirgends in dem artikel wird nämlich erwähnt, welche stadt in welchem land eigentlich einen neuen chef sucht. der taz-berliner an sich setzt natürlich ganz selbstverständlich voraus, dass jeder mensch auf der welt weiss, dass ein berliner nur über berlin schreiben kann, weil nirgendwo sonst irgendetwas passiert oder existiert. die arroganz der hauptstadt erheitert die provinz.

originalartikel taz 06.02.2006; vermutlich kein permanentes link. 

leckt mich doch im arsche mit euren religionen

Posted in leitkultur, noch bessere taz, non servio, transition by siemers on the February 6, 2006

die aufdringliche und allgegenwärtige unterstellung dass da ein gott sei und diverse söhne und propheten beleidigt meinen eklektizistischen atheismus.

mehr zum thema wird kaum vermeidlich sein. ein erster hinweis und mehr beleidigte in diesem artikel von sonia mikich aus der taz vom 06.02.2006

taz watch

Posted in noch bessere taz by siemers on the February 6, 2006

taz watch: nicht jeder satz-oder druckfehler soll hier kommentiert werden: doch ab und an bringt meine lieblingstageszeitung doch hanebüchen ungefugtes, das genauerer betrachtung bedarf. dafür gibt es jetzt die kategorie “noch bessere taz”.

nicht korrigiert übrigens werden “tagesschau” und “wahrheit”: die stimmen immer. und ansonsten: abonniert die taz!!!!

gary glitter

Posted in noch bessere taz, transition by siemers on the February 5, 2006

die taz schreibt: “Gary Glitter (61), Überbleibsel der Glamrock-Ära, wird vorgeworfen, minderjährigen Mädchen zu viel Zärtlichkeit entgegengebracht zu haben. Das ist nichts Neues – deshalb stand er schon in England vor Gericht, später musste er aus Kambodscha fliehen. Nun drohen dem TÄTER DER WOCHE zwölf Jahre Haft – in Vietnam.” [taz vom 4.2.2006, S. 18, 25 Z. (TAZ-Bericht)]

liebe taz. gary glitter wird natürlich nicht “zu viel zärtlichkeit” vorgeworfen: sondern sexuelle nötigung. das ist kein witz, den man sprachlich lässig larmoyant grinsend kolportiert: sondern ein verbrechen, selbst wenn man eigentlich ganz geile musik macht. deshalb: unterstützt bitte gary glitter nicht mehr, indem ihr seine offiziellen veröffentlichungen kauft, sondern kauft nur noch bootlegs.

schön, wenn man sonst keine probleme hat.

61 years old glitter