idiophonic clutter: siemers, sturclub and trouth


familie duck auf ferienfahrt

Posted in der verrückte fischhändler, distinktionsgewinn, duden gift, fnord by siemers on the March 31, 2006

donald duck versucht dem später brandstiftenden miesnickel zu erklären, dass seine offene feuerstelle mitten im wald eine gefahr darstellt: daraufhin wird er mit körperlicher gewalt des lagerplatzes verwiesen. später stellt sich der hirsch, den donald unbedingt fotografieren möchte, ausgerechnet dann hämisch grinsend in pose, als donalds fotoapparat im bach oder im brennenden wald verschwunden ist. so. und nach diesen beiden und ähnlichen zwischenfällen steht donald zornpumpend da und in der sprechblase über ihm erscheint: "nicht wiederzugebende gedanken" (zumindest in den ursprünglichen übersetzungen von frau fuchs). so. und eben dieses hat mich als kind irritiert, weil ich schnell und manchmal zu schnell lesend "nicht wieder zuzugebende gedanken" verstanden hatte und mich immer wieder fragte, warum sollte er diese gedanken denn wieder zugeben, obwohl er sie doch noch gar nicht zugegeben hat. oh glückliche verwirrung der jugend.

synchronizität und heringstorte: der verrückte fischhändler hat auch a.d.1805 bereits zugeschlagen

Posted in der verrückte fischhändler, transition by siemers on the March 28, 2006

A well-known example of synchronicity involves plum pudding. It is the true story of the French writer Émile Deschamps who in 1805 is treated to some plum pudding by the stranger Monsieur de Fontgibu. Ten years later, he encounters plum pudding on the menu of a Paris restaurant, and wants to order some, but the waiter tells him the last dish has already been served to another customer, who turns out to be M. de Fontgibu. Many years later in 1832 Émile Deschamps is at a diner, and is once again offered plum pudding. He recalls the earlier incident and tells his friends that only M. de Fontgibu is missing to make the setting complete, and in the same instant the now senile M. de Fontgibu enters the room.

read more at wikipedia.org

sturclub: wir proben in verschwörerischer halböffentlichkeit und dein instrument ist herzlich willkommen.

Posted in distinktionsgewinn, gott, non servio, nurse with wound, punk, sturclub by siemers on the March 28, 2006

die salon-avantgardisten der stuttgarter band sturclub treffen sich etwa alle vierzehn tage im (tatsächlich!) wohnzimmer und spielen gemütlich in unerforschten klanguniversen: mal ohne instrumente, meist ohne laptop, oft ohne bewusstsein. das trio dufour / siemers / voran darf ruhig durch gäste gestört werden: damen und herren im etwas gesetzteren alter, denen john cage, die new york dolls und amon düül ("amon düül" habe ich gesagt!!, nicht: "amon düül 2"!!!) nicht allzu fremd sind, sollten bitte unter der e-mail sturclub@sturclub.de ihre mögliche anwesenheit mit instrument und six-pack avisieren. thank you for your patience.

tauschen wir das betroffensein.
tauschen wir es mit besoffensein
ein.

aber natürlich sehe ich auch die fortschreitende nivellierung durch social tags und bookmarking

Posted in distinktionsgewinn, non servio by siemers on the March 24, 2006

denn es ist bequemer, noch ein tag und noch ein öffentliches lesezeichen auf google, flickr oder die beatles zu setzen und dadurch die sowieso schon vorhandene popularität noch mehr auf die titelseiten zu treiben, als sich der abgelegeneren erscheinungen anzunehmen. stichworte und bookmarks für z’ev, 39 clocks oder evan parker werden weiter im einstelligen bereich bleiben; die schwammige akzeptanz einer mehrheitendemokratie wird weiterhin die durchschnittlichkeit zur favorisierten norm machen: immerhin werden minderheiten nicht mehr vernichtet, sondern nur noch ignoriert.

conclusio: wir müssen weiter am social tagging arbeiten: kampf den hütten und kampf den palästen!! (denn wir wollen doch nicht ernsthaft die paläste schleifen und die hütten behalten; oder??! allen soll es geil gehen…)

gift.economy

Posted in distinktionsgewinn, non servio, punk, transition by siemers on the March 23, 2006

den überfluss teilen. bedingungslos. ohne eine gegenleistung zu erwarten oder vorauszusetzen.

wie so viele andere auch, die sich länger als ein halbes stündchen im netz herumtreiben, schätze ich die möglichkeiten von del.icio.us, arbeite mich langsam in flickr ein und suche nicht mehr nur mit google. die web2.0-version ist offensichtlich das, was ich vor sieben jahren tastend mir erträumt hatte und was mir in den letzten sechs jahren durch zuviel fremdmoderation und kommerzielle langeweile zuwider war.

denn alle lust will ewigkeit: will tiefe, tiefe ewigkeit.

gruss an non toxique lost, pogoradio, ayler records.

der bestand an robbenjägern hat sich weltweit erholt: die jagd ist wieder freigegeben

Posted in gott, leitkultur, non servio, transition by siemers on the March 17, 2006

nachdem die einst gefährdete spezies der robbentöter und pelzabzieher nach geeigneten massnahmen der hege und pflege bereits im letzten jahr von der “roten liste gefährdeter arten” gestrichen wurde, haben sich die bestände inzwischen soweit erholt, dass die jagd wieder eröffnet werden kann. noch in diesem frühjahr werden weltweit etwa 20.000 zum abschuss freigegeben. auch die verwandte spezies der fremdpelztragenden humanoiden gilt als nicht mehr gefährdet; zu forschungszwecken durften bereits im januar die ersten exemplare erlegt werden, weitere fang- und schlachtquoten sind angekündigt.

deutsche lieben babies, kleine hunde und kaninchen

Posted in leitkultur, transition by siemers on the March 13, 2006

Die Polizei hat in einem Dorf in Sachsen-Anhalt drei Säuglingsleichen entdeckt und die 36-jährige Mutter festgenommen.

Nach einem Hinweis des früheren Lebensgefährten der Frau fanden Polizisten am Samstag im Einfamilienhaus der Frau in Neuendorf am Damm (Altmarkkreis Salzwedel) die stark verwesten Leichen. Zwei lagen in Stoff gehüllt auf dem Dachboden und eine in einer Mülltonne, wie der Sprecher der Polizei in Stendal, Joachim Albrecht, am Sonntag mitteilte. Die Festgenommene verweigere bisher die Aussage.

Eine Obduktion von Rechtsmedizinern in Hannover ergab, dass es sich bei den in Stoffbeuteln gefundenen toten Kindern um Neugeborene handelt. Bisher stehe nur fest, dass es ein Junge und ein Mädchen waren, sagte Polizeisprecher Albrecht. Das Geschlecht des dritten Kindes sei ungeklärt, weil die in der Mülltonne gelagerte Leiche bereits skelettiert war. Die Todesursache ist ebenfalls noch unklar. Weil die Leichen so stark verwest seien, sei es schwierig zu klären, ob die Kinder tot geboren wurden, eines natürlichen Todes starben oder getötet wurden. Die Kinderleichen seien vermutlich schon vor einigen Jahren auf dem Dachboden des Hauses abgelegt worden.

Der mutmaßliche Vater der Kinder hat laut Polizei angeblich bis vor kurzem nichts von den Kindern gewusst. Das Paar sei seit einem Jahr getrennt. Der Mann ist nach eigenen Angaben Vater eines zweijährigen Sohns der Verdächtigen, die außerdem einen 17-jährigen Sohn hat. Die beiden Jungen wurden bei Freunden untergebracht.

Neuendorf am Damm ist eine kleine Gemeinde in der Altmark mit zwei Ortsteilen, in denen knapp 290 Menschen leben. Bürgermeister Helmut Wiechmann sagte, das Dorf sei in großer Aufregung. ¸¸Keiner weiß genau, wie das passiert ist.”

Die Fälle von Verbrechen an Säuglingen häufen sich: In Sachsen-Anhalt war erst Ende Februar die Leiche eines zwei Jahre alten Jungen entdeckt worden. Der kleine Benjamin war verhungert und in einer Mülltonne verscharrt worden. Die Eltern des Jungen aus Schlagenthin (Landkreis Jerichower Land) sitzen in Untersuchungshaft. Anfang März wurde in Premnitz (Brandenburg) ein Säugling in einer Mülltonne gefunden. Gegen die 16-jährige Mutter wird wegen des Verdachts der Kindestötung ermittelt. Am 2. März wurde ein totes neugeborenes Mädchen in einer Müllsortieranlage bei Husum in Schleswig-Holstein gefunden. In Bayern wurden vorige Woche ein 25-Jähriger und eine 21-Jährige aus Grünbach festgenommen. Die Frau gestand, ihr neugeborenes Mädchen in einer Pappschachtel in der Nähe von Erding ausgesetzt zu haben.

Ende April beginnt der Prozess gegen die 39-Jährige, die im brandenburgischen Brieskow-Finkenheerd die Leichen von neun Babys in Blumenkästen versteckt haben soll. Sie ist wegen achtfachen Totschlags angeklagt.

 

Eine Spaziergängerin hat gestern Morgen in Wernau zehn tote Kaninchen entdeckt. Die Tiere wurden aus einer Kleintierzuchtanlage in Deizisau gestohlen. Der Täter hat inzwischen wohl 33 Tiere gestohlen und 18 davon getötet.

Eine unschöne Aufgabe hat gestern Morgen auf einen Kaninchenzüchter aus Deizisau gewartet. Der Mann musste der Polizei bestätigen, dass es sich bei den toten Kaninchen, die von einer Spaziergängerin am Freitagmorgen am Ufer des Wernauer Bodenbachs entdeckt worden waren, um seine Jungtiere handelt. Die Tiere im Alter zwischen acht und zwölf Wochen waren in der Nacht zum 3. März aus der Kleintierzuchtanlage gestohlen worden und erschlagen worden, bevor der Täter sie ¸¸vermutlich von der Bodenbachbrücke geworfen hat”, sagt Klaus Holzmann von der Polizeidirektion Esslingen.

Die zehn getöteten Kaninchen sind nicht die einzigen Opfer des Täters. Bereits in der Nacht zuvor waren dem gleichen Züchter Kaninchen gestohlen worden, und in den vergangenen Tagen wurden einem Kaninchenhalter in der Esslinger Pliensauvorstadt gleich zweimal Tiere entwendet. Das erste tote Kaninchen war bereits in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar zu beklagen gewesen. Der Dieb hatte noch am Tatort ein Jungtier erschlagen, außerdem war der Unbekannte bei einem weiteren Diebstahl auf ein Tier getreten. Am 3. März wurden schließlich sechs erschlagene Kaninchen im Bereich eines Radwegs am Deizisauer Ortsausgang in Richtung Körschtal entdeckt. Insgesamt sind in den vergangenen Tagen 33 Kaninchen gestohlen worden, 18 davon sind bereits tot.

Bei der Suche nach dem Täter tappt die Polizei noch im Dunkeln, eine ¸¸heiße” Spur verfolgen die Ermittler jedoch bereits. An einem der beiden Tatorte ist ein Schuhabdruck gesichert worden, der auf Größe 50 schließen lässt. Die Polizei sucht nach Zeugen, die Hinweise zum Verbleib der zehn zuletzt gestohlenen Kaninchen geben können oder am Freitagmorgen im Bereich der Gutenbergstraße und der Bodenbachbrücke in Wernau etwas Verdächtiges beobachtet haben (Hinweise unter 0 71 53/9 72 40).

oblique strategies and worthwhile dilemmas

Posted in der verrückte fischhändler, fnord, non servio, sturclub, transition by siemers on the March 10, 2006

in 1975 brian eno and peter schmidt created a deck of cards with 100 short suggestions to assist in creative situations: there are tangential ways of attacking problems that are in many senses more interesting than the direct head-on approach. honour the error as a hidden intention. neurotranmitting associative connections. fine: more on this topic can be found here: os version 1.0 to 4.8 

but actually i wanted to introduce one of presumably many online versions of the oblique strategies. bookmark this little tool and reload when ever you feel (b)locked:

please blow my mind

european free improvisation pages: update march 2006

Posted in european free improvisation, free jazz by siemers on the March 9, 2006

please visit http://efi.group.shef.ac.uk/ for march 2006 good news:

* One of the most exciting events for me to have come across in the last few weeks is the impending release – end of March/early April – of a newly-remastered limited-edition (500 copies) 12 CD set from the ICTUS catalogue, including some previously-unreleased music.

* Dick Lucas has recently issued three new items on DATA: Futeristische historie by David Kweksilber/Winnyfred Beldman/Guus Janssen; Nansika by Sean Bergin’s Quintet; and the first DATA DVD release – on the DATA Images imprint – a wonderful record of dancer Michael Schumacher in duo with each of Han Bennink, Cor Fuhler and Wilbert de Joode: Triple Dutch. Han Bennink also appears in trio with Mikko Innanen and Jaak Sooäär on the Finnish release Spring odyssey and on A Records’ Blue & sentimental by Boris Vanderlek; also on A Records is Benjamin Herman’s Heterogeneity featuring Misha Mengelberg. And rather belatedly, but with thanks to Susanna von Canon, I’ve added Misha’s recent trio CD on Tzadik: Senne sing song

* There’s two releases each from several labels this month: on 482 Music – Taylor Ho Bynum & SpiderMonkey Strings with Other stories (Three suites) and Harris Eisenstadt with The soul and gone; on DUNS – Paul Dunmall/Paul Rogers/Philip Gibbs with Don’t take the magic out of life and Paul Dunmall’s Solo tenor; on Emanem Freedom of the city 2005 (a double CD); on Intakt – Brainforest from Jacques Demierre/Barry Guy/Lucas Niggli and Zentralquartett’s 11 songs – Aus teutschen landen; on Mutable – Homage from Thomas Buckner/Mel Graves/George Marsh, and The art of improvisation from the great Leroy Jenkins’ Driftwood; on Winter & Winter – wonderful to have a new Graewe/Reijseger/Hemingway disc: Continuum and there’s also a re-issue of the Paul Motian Trio At the Village Vanguard

* Single CD releases include: the George Burt/Raymond MacDonald Septet featuring Lol Coxhill with The great shark hunt (FMR); Birgit Ulher solo on Scatter (Creative sources); Michael Thieke Unununium with Where shall I fly not to be sad, my dear? (Charhizma); Theo Jörgensmann’s Fellowship on hatOLOGY; and De-escalation by Schweiger/Stangassinger/Boesze on Ostblock

* Finally a new book added to the bibliography: Barbara Schwarz’s The sound of squirrel meals: the work of Lol Coxhill for which there is a release party at the Red Rose in London on 14 March

* Several new gigs have been added during the month

read more and find all here: http://efi.group.shef.ac.uk/

sturclub in esslingen: vielleicht…

Posted in european free improvisation, non servio, sturclub by siemers on the March 9, 2006

im frühsommer oder spätherbst (oder doch zumindest wohl noch im jahre 2006…) wird sturclub einige stunden lang die innenräume einer esslinger kirche beschallen.

arbeitstitel (nur um das nicht zu vergessen):

langsam: jedocht nicht so langsam wie möglich [version 4339 minuten in esslingen]

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